3 Oktober, 2022
Der Audi e-tron revolutionierte die Reifenwelt. Nicht etwa wegen seiner Karosserieform, sondern weil er als Vorbild diente: Elektroautos sind deutlich schwerer, was größere Räder und damit auch einen neuen Reifentyp erforderte.
Das Nutzgewicht von Pkw hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen, wozu auch die Einführung von Elektroautos beiträgt. Betrachtet man vier gängige Firmenwagenmodelle – zwei mit Elektroantrieb und zwei mit Verbrennungsmotor –, so zeigen sich folgende Unterschiede:
Der zweiradgetriebene Audi Q4 40 e-tron Proline hat ein Leergewicht von 2.220 kg. Gesamtgewicht 2.640 kg.
Der allradgetriebene VW ID.4 GTX hat ein Leergewicht von 2.340 kg. Das Gesamtgewicht beträgt 2.730 kg.
VW Tiguan Allspace 4Motion 200 TDI. Betriebsgewicht 1.925 kg und Gesamtgewicht 2.480 kg.
VW Passat Alltrack 190 TDI 4Motion. Betriebsgewicht 1.848 kg, Gesamtgewicht 2.320 kg.
Die Umstellung hat Auswirkungen auf die Reifenhersteller und das Reifenangebot am Markt. Die Reifen müssen nun technisch so konstruiert sein, dass sie die gesamte Last des Fahrzeuggewichts tragen können – sie müssen also einen ausreichend hohen Tragfähigkeitsindex aufweisen. Der Audi E-tron markierte somit den Beginn neuer Anforderungen der Automobilhersteller an die Reifenhersteller: Produkte zu entwickeln, die den neuen Bedürfnissen gerecht werden.
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Worin unterscheiden sich Reifen für Elektroautos von herkömmlichen Reifen? Die meisten Elektroautos haben eine Höchstgeschwindigkeit von 160–180 km/h. Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass die Reifen nicht für höhere Geschwindigkeiten zugelassen sein müssen. Darüber hinaus ist die Reichweite das wichtigste Merkmal von Reifen. Daher rücken Eigenschaften wie Sicherheit, Komfort, Langlebigkeit, Haftung und Nasshaftung in den Vordergrund, die in manchen Fällen wichtiger sein können als der Kraftstoffverbrauch.
Bei Elektroautos haben die Reifen oft unterschiedliche Dimensionen an Vorder- und Hinterachse. Warum, mag man sich fragen. Der Wechsel erfordert mehr Platz und Geld, da die Verfügbarkeit aufgrund der Produktionsmenge begrenzt ist und man die Reifen nicht zwischen den Achsen tauschen kann, um ihre Lebensdauer zu verlängern. Die Antwort, die Linus Pröjtz bei Teknikens värld erhielt, ist eindeutig: Man verwendet Reifen mit unterschiedlichen Dimensionen, um die größere Reichweite des Fahrzeugs optimal auszunutzen.
Verbraucht ein Elektroauto mehr Gummi als ein Auto mit Verbrennungsmotor? Ja, anscheinend schon. Reifen für Elektroautos sind noch relativ neu auf dem Markt, und das höhere Gewicht der Elektroautos in Kombination mit den starken Motoren führt zu erhöhtem Verschleiß. Bisher ist es noch nicht gelungen, die Lebensdauer von Elektroautoreifen im gleichen Maße wie die anderer Reifen zu verlängern. Man sollte aber auch bedenken, dass kein Reifen für alles perfekt ist. Man muss entscheiden, welche Eigenschaften einem am wichtigsten sind. Wenn man ein Elektroauto fährt, ist einem wahrscheinlich ein geringer Rollwiderstand, der die Reichweite erhöht, am wichtigsten. Wer viel auf der Rennstrecke unterwegs ist, braucht viel Grip. Und wer oft und lange fährt, legt vielleicht Wert auf Richtungsstabilität.
Abschließend möchten wir noch einige Worte von Linus mitgeben: Der Reifen ist der einzige direkte Kontaktpunkt zur Straße beim Fahren. Ohne Reifen würden Sie auf der Felge fahren und von der Straße abkommen. Wählen Sie daher nicht nur das Auto, sondern auch die Reifen, mit denen es ausgestattet ist.
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