22 Mai, 2019
Immer mehr Menschen möchten ein Elektroauto kaufen, doch nur wenige haben die Möglichkeit, es zu Hause aufzuladen. Laut einer Umfrage von Sifo hat jeder Zweite keine solche Möglichkeit.
Die Anzahl der wiederaufladbaren Autos auf schwedischen Straßen ist mit rund 90.000 Fahrzeugen noch relativ gering, steigt aber stetig. Ein Faktor, der den Übergang zu mehr wiederaufladbaren Autos erschwert, ist die Ladeinfrastruktur. Der Ausbau mit Ladestationen ist nach wie vor unzureichend.
Es überrascht nicht, dass die Verfügbarkeit von Ladestationen in Großstädten besser ist als in ländlichen Gebieten. Betrachtet man die nördliche Hälfte, so gibt es nördlich von Sundsvall nur etwa 200 Ladepunkte, und nicht alle Ladesäulen sind mit allen Marken und Fahrzeugmodellen kompatibel.
Ein weiterer Grund für den langsamen Übergang zu einer umweltfreundlicheren Fahrzeugflotte ist, dass das Aufladen von Elektroautos mancherorts sehr teuer sein kann. Zudem haben nur wenige die Möglichkeit, ihr Auto zu Hause aufzuladen. In unserer Umfrage gaben 51 % der Befragten an, ihr Auto nicht zu Hause oder in der Nähe aufzuladen.
Das Ladeproblem hält viele Menschen vom Kauf eines Elektroautos ab. Bislang war das stärkste Argument für Elektroautos der niedrige Preis pro Kilometer, doch an manchen begehrten Ladestationen können die Gesamtkosten für Laden und Parken sogar die Kosten für fossile Brennstoffe übersteigen. Das Aufladen an einer Ladestation ist daher keine dauerhafte Alternative zum Aufladen zu Hause.
Finden Sie es schwierig zu wissen, was beim Tanken Ihres Autos zu Hause zu beachten ist? Damit sind Sie nicht allein. 17 % der Befragten wissen schlichtweg nicht, ob sie ihr Auto überhaupt zu Hause aufladen können. Auffällig ist, dass die Unsicherheit bei Frauen (24 %) höher war als bei Männern (11 %).
Die Zahlen sprechen Bände über die Unsicherheit rund um Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge. Für ein reibungsloses und vor allem sicheres Laden gibt es einiges zu beachten. Die richtige Ausrüstung ist unerlässlich, und wer nicht in einer privaten Wohnung lebt, sollte mit dem Vermieter oder der Hausverwaltung sprechen – hier findet man die nötigen Informationen. Nicht zuletzt muss man sich fragen, ob die Elektroinstallation die zusätzliche Last verkraftet.
Laut einer Sifo-Umfrage, die wir Anfang 2018 durchgeführt haben, gaben viele derjenigen, die zu Hause keine Lademöglichkeit haben, an, dass sie vom Kauf eines Elektroautos absehen, weil es zu teuer sei.
Im Rahmen des Nachtragshaushalts im Frühjahr wurde die sogenannte Heimladeförderung für Privatpersonen im Rahmen von Klimatklivet wieder eingeführt. Diese Investitionsförderung zielt darauf ab, den Ausstoß von Kohlendioxid und anderen klimaschädlichen Gasen zu reduzieren. Antragsteller können nun wieder einen Zuschuss für die Hälfte der Kosten der Ladestation selbst sowie für Material und Installation erhalten. Die maximale Fördersumme beträgt 10.000 SEK pro Immobilie.
Für alle, die mit dem Gedanken spielen, sich ein Elektroauto anzuschaffen, ist die Unterstützung für das Laden zu Hause natürlich willkommen und erhält nun eine zweite Chance. Vor allem schafft sie die Voraussetzungen dafür, dass mehr Menschen zu Hause Lademöglichkeiten haben.
Über die Umfrage: Die Umfrage wurde vom 7. bis 11. Mai 2019 im Online-Panel von Kantar Sifo durchgeführt. Insgesamt wurden 1.362 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren befragt, davon besitzen 1.003 ein Auto. Das Online-Panel ist national repräsentativ und wurde per Zufallsauswahl rekrutiert. Eine Selbstrekrutierung ist im Online-Panel von Sifo nicht möglich.
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