11 November, 2025
Warum sollte man sein Auto überhaupt warten lassen? Wie oft? Und warum ist das manchmal so viel teurer? Wir erklären Ihnen hier, wie Sie die Lebensdauer Ihres Autos verlängern und unnötige Reparaturen vermeiden können.
Manche halten es für unnötig, ihr Auto in einer Werkstatt warten zu lassen. Vieles könne man schließlich auch selbst erledigen – wie etwa Öl- und andere Flüssigkeitsstände, Reifendruck usw. Das stimmt zwar grundsätzlich, aber eine Autowartung umfasst weitaus mehr.
Bei einer Inspektion überprüft der Mechaniker alle beweglichen Teile des Fahrzeugs. Anhand einer Checkliste werden wichtige Teile ausgetauscht und andere überprüft. So kann der Mechaniker Fehler erkennen, bevor sie auftreten. Die Behebung eines beginnenden Problems ist in der Regel deutlich günstiger, als auf einen Totalausfall zu warten.
Die regelmäßige Wartung Ihres Autos bietet viele Vorteile. Beispielsweise greifen viele Versicherungen nicht, wenn Ihr Fahrzeug nicht regelmäßig gewartet wird. Viele Werkstätten bieten zudem Vorteile wie kostenlose Pannenhilfe an, wenn Sie Ihr Auto dort warten lassen.
Durch regelmäßige Wartung Ihres Autos stellen Sie dessen Sicherheit sicher. Bei 120 km/h auf der Autobahn zu liegen, kann lebensbedrohlich sein, wenn etwas kaputt geht. Ein Servicetechniker kann das Risiko wahrscheinlich erkennen, bevor etwas passiert, und Sie warnen, dass etwas bald ausgetauscht werden muss.
Dieser Service verschafft Ihnen Zeit, um über die Behebung des Problems nachzudenken, bevor es zu spät ist. Anstatt Zehntausende Kronen für einen beschädigten Motor zahlen zu müssen, kommen Sie mit ein paar Tausend Kronen davon, um ein gefährdetes Motorteil auszutauschen.
Wenn Sie Ihr Auto zur Inspektion bringen, ist es ganz normal, dass Sie selbst Fragen haben. Vielleicht ahnen Sie bereits, dass etwas nicht stimmt und möchten mit dem Mechaniker darüber sprechen. Sie haben ein beunruhigendes Geräusch vom Motor gehört, Vibrationen im Lenkrad oder etwas anderes, das Ihnen Sorgen bereitet.
Machen Sie nicht den Fehler, „selbst zu denken“. Das heißt, Sie sollten dem Mechaniker nicht sagen, er solle die Wasserpumpe austauschen, nur weil Sie vermuten, dass dort das Problem liegt. Er oder sie wird dann ausgerechnet die Wasserpumpe wechseln, und das Ergebnis könnte sein, dass diese gar nicht die Ursache war. Und dann wird es schwierig, eine Reklamation durchzusetzen. Schließlich haben sie ja genau das getan, was Sie wollten.
Am besten sprechen Sie mit dem Servicepersonal über Ihre Beobachtungen. Beschreiben Sie das Problem so genau wie möglich und lassen Sie den Mechaniker dann die Fehlersuche am Fahrzeug durchführen.
Nicht alle Autos sind gleich gebaut, daher variieren auch ihre Wartungsintervalle. Darüber hinaus gibt es verschiedene Arten von Wartungsintervallen, am häufigsten werden sie auf Kilometern oder Jahren basieren. Beispielsweise finden Sie in Ihrer Bedienungsanleitung die Angabe, dass Ihr Auto alle 1.500 Meilen oder alle 12 Monate gewartet werden sollte.
Das bedeutet, dass Sie bei einer jährlichen Fahrleistung von 3.000 Meilen Ihr Auto zweimal im Jahr zur Inspektion bringen müssen. Fahren Sie hingegen weniger als 1.500 Meilen pro Jahr, reicht eine Inspektion alle 12 Monate. Die genauen Wartungsintervalle für Ihr Fahrzeug finden Sie in der Bedienungsanleitung.
Manche Marken bieten auch heute noch einen sogenannten zustandsorientierten Service an. Das bedeutet, dass das Auto dynamisch anzeigt, wann ein Service fällig ist. Bei einer aggressiven Fahrweise warnt die Serviceanzeige etwas früher als bei einer ruhigen und vorsichtigen Fahrweise.
Der Preis einer Dienstleistung ist ein Thema für sich. Er variiert enorm zwischen den verschiedenen Werkstätten. Vor allem gibt es einen großen Unterschied zwischen Markenwerkstätten und anderen, autorisierten Werkstätten.
In einem Artikel der Fachzeitschrift „Teknikens Värld“ aus dem Jahr 2017 ist zu lesen, dass eine Inspektion eines Golf TSI, Baujahr 2014, in einer Markenwerkstatt 7.900 SEK kostete. Dieselbe Inspektion kostete in einer freien Werkstatt 4.347 SEK.
Was ist also der große Unterschied? Eigentlich keiner. Der Serviceumfang muss identisch sein, und die Neuwagengarantie gilt unabhängig davon, wer den Service durchführt. Allerdings kann die Wartung in einer Markenwerkstatt zusätzliche Vorteile bieten – beispielsweise eine erweiterte Garantie gegen Rost. Sie müssen selbst entscheiden, ob Ihnen der Preisunterschied das wert ist.
Eine Inspektion ist nicht dasselbe wie eine Fahrzeugprüfung. Sie sollten Ihr Auto nicht vernachlässigen, nur weil es gerade erst geprüft wurde. Die Inspektion bestätigt lediglich die aktuelle Verkehrssicherheit des Fahrzeugs, während bei einer Inspektion wichtige Verschleißteile überprüft und potenziell defekte Teile ausgetauscht werden.
Kurz gesagt: Der Service stellt sicher, dass Sie ein sicheres und funktionstüchtiges Auto haben, während die Inspektion das Auto prüft und entweder für fahrtüchtig erklärt oder ein Fahrverbot ausspricht. Die Inspektion ist gesetzlich vorgeschrieben, die Wartung des Autos hingegen liegt ganz in Ihrer Verantwortung.
Was genau passiert bei einer Inspektion? Im Serviceheft des Fahrzeugs ist genau beschrieben, welche Teile bei den verschiedenen Wartungsarbeiten des jeweiligen Modells geprüft werden. Je nach Art der Inspektion (es wird alles überprüft, aber nicht jedes Mal ausgetauscht) werden folgende Punkte berücksichtigt:
Lampen: Überprüfung und gegebenenfalls Austausch aller Außenleuchten des Fahrzeugs.
Flüssigkeiten: Ölstand prüfen und gegebenenfalls auffüllen oder Ölwechsel durchführen. Öl und Ölfilter, Scheibenwaschanlage, Kühleröl, Brems- und Servolenkungsöl.
Deck: Reifendruck, sichtbare Schäden und Profiltiefe prüfen.
Pausen: Vollständige Prüfung der Bremsbeläge, der Bremsflüssigkeit und der Bremsleitungen. Bei Bedarf Austausch.
Instrument: Es werden die elektrischen Bauteile im Auto überprüft, wie zum Beispiel Drehzahlmesser, Tachometer, Hupe und Warnleuchten.
Elektronik: Die wichtigsten Komponenten werden auf Beschädigungen und Undichtigkeiten überprüft, darunter Batterie, Verkabelung, Anlasser und Lichtmaschine.
Motor: Alle Teile des Motors werden sorgfältig geprüft, einschließlich Schläuche, Kabel, Filter, Achsen, Zündkerzen, Abgasanlage und mehr.
Innere: Auch der Innenraum des Fahrzeugs wird überprüft. Dabei werden Sicherheitsgurte, Spiegel, Kindersitze, Handbremsen, Türen und Schlösser usw. kontrolliert.
Probelauf: Nachdem alle Teile gemäß der Checkliste geprüft wurden, wird eine Probefahrt durchgeführt. Dadurch wird sichergestellt, dass alles ordnungsgemäß funktioniert und dass während der Fahrt keine Probleme auftreten.
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